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Schwimmsport, Vereinsleben

Johanna bezwingt den Bodensee

Veröffentlicht: 07.08.2026
Autor: Kay-Uwe Dorn

4 Uhr aufstehen. Sturmnacht. 11 Kilometer. Und am Ende 3:05:54!

Was für eine Geschichte. Was für ein Morgen. Und vor allem: Was für eine Leistung, Johanna!

11 Kilometer von Friedrichshafen nach Romanshorn, 3:05:54 Stunden und zweitbeste Frau: Johanna Hörsch (Jg. 2009) von der DLRG Weimar hat am 1. August 2026 im Alter von 17 Jahren erfolgreich den Bodensee durchquert. Und das OHNE Neoprenanzug!

Dabei begann der Wettkampftag mit einer großen Unbekannten. Nach Unwetter und Sturm in der Nacht war am frühen Morgen zunächst nicht sicher, ob die Querung überhaupt gestartet werden konnte.

Für Johanna hieß es trotzdem: 4 Uhr aufstehen, gegen 5 Uhr am Startplatz sein, Materialkontrolle, Aufwärmen und auf die Entscheidung warten. Auf diesen ungewöhnlichen Tagesrhythmus hatte sie sich bereits im Vorfeld eingestellt.

Kurz nach 6 Uhr kam schließlich das Startsignal – und es ging von Friedrichshafen auf die rund 11 Kilometer lange Strecke nach Romanshorn in der Schweiz.

Zwei Jahre konsequente Vorbereitung

Das Ziel Bodenseequerung hatte sich Johanna bereits vor rund zwei Jahren gesetzt. Seitdem arbeitete sie kontinuierlich darauf hin.

Zur Vorbereitung gehörten nicht nur Ausdauer und Geschwindigkeit. Auch die Verpflegungsaufnahme während des Schwimmens, die richtige Krafteinteilung und die Anpassung an den sehr frühen Wettkampfbeginn mussten trainiert werden.

In den letzten Wochen vor der Querung absolvierte Johanna rund 27 Schwimmkilometer pro Woche. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Tempotraining.

Die angestrebte Zielzeit lag bei 3:30 Stunden.

Im Wettkampf zeigte sich dann einmal mehr ihre Stärke, noch etwas zulegen zu können: Nach 3:05:54 Stunden erreichte Johanna das Schweizer Ufer – fast 25 Minuten schneller als geplant.

Damit war sie zweitbeste Frau und erreichte einen Platz in den TOP TEN der Gesamtwertung.

"Eine starke sportliche Leistung, hinter der vor allem viel Trainingsarbeit, Eigendisziplin und Zielstrebigkeit stehen," so Trainer Kay-Uwe Dorn. "Gleichzeitig hat Johanna in den vergangenen zwei Jahren gezeigt, wie konsequent sie ein langfristiges Ziel verfolgen und umsetzen kann. Dafür unseren Respekt – die DLRG Weimar ist stolz auf diese Leistung!," so Dorn weiter.

Ein besonderer Dank gilt auch Patrick Boche und Jörg Baumann von Bodensee Openwater sowie dem gesamten Organisationsteam. Gerade nach den schwierigen Wetterbedingungen in der Nacht sorgte die professionelle und verantwortungsvolle Organisation dafür, dass die Bodenseequerung sicher durchgeführt werden konnte.

weiterer Pressebericht im Südkurier

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